💰Lehman Brothers💰
Regie und Ausstattung Carolin Wirth
Dramaturgie Arno Stallmann
Regieassistenz Sophie Froidevaux
Choreographie Cindy Walther
Musik Marius Wirth
Emanuel / Erzählerin / Diverse Gabriele Fischer
Mayer / Robert (»Bobbie«) / Erzählerin Julia Schmalbrock
Henry / Philip / Erzählerin / Diverse Cindy Walther
“Die Inszenierung „Lehman Brothers“ im Studio des Landestheaters erzählt vom
Aufstieg und spektakulären Scheitern einer Familie. Ebenso bissig wie
unterhaltsam.” [...]
“Das Ensemble des Landestheaters Schwaben hat daraus unter der
Regie von Carolin Wirth im Studio einen fulminanten und launigen Theaterabend
gemacht, der sich zu beeindruckenden Leistungen steigert.”[...]
“Die Inszenierung versteht es, den Weg vom überschaubaren Baumwollhandel über die
Schaffung einer Börse für alle Waren und immer abstrakteren Finanzgeschäften in einen
inhaltsleeren Hype zu steigern. Zum Schluss führt Cindy Walther im Clownskostüm von
McDonalds den sekundenschnellen Computerhandel ein und Julia Schmalbrock verliert
sich in einem stark ausgespielten Wolf-of-Wallstreet ähnlichen Exzess, bei dem der
Gewinn wörtlich wie aus Pistolen schießt.”[...]
Allgäuer Zeitung, 29.09.25, 16:07 Uhr, Harald Holstein
“Regisseurin Wirth gebührt große Anerkennung für ihre Leistung, die etwa 250 Seiten des Skripts, die 2015 noch in
dreieinhalb Stunden in Dresdenuraufgeführt wurden, auf nunmehr eineinhalb Stunden
gekürzt zu haben. Dennoch gelingt es ihr, die wesentlichen Elemente des kapitalistischen
Systems, wie sie bereits Karl Marx in den drei Bänden des „Kapital“ ausgearbeitet hatte,
konkret am Beispiel der drei Brüder und ihrer Nachfahren zubeschreiben. Das Publikum
erfährt, wie sich hinterdemzunächst erfolgreichen Geschäftemachendie
Gesetzmäßigkeiten der Kapitalakkumulation durchsetzen. Wirth zeigt auf, wie sich aus dem Wort Kredit,
das ursprünglich „Vertrauen, Glaube“ bedeutet, der entfesselte Finanzkapitalismus entwickelt.
Das Brettspiel „Monopoly“ kennen viele, doch es ist kein Spiel. Die Krisen sind
ebenso wenig eine Betriebsstörung wie die Kriege in den letzten beiden Jahrhunderten:
Beides gehört zum System, das auf Wachstum angewiesen ist und ohne Politik, Staat und Militär
immer wieder das Recht des Stärkeren einfordert – auf Kosten anderer, die mitspielen und mitspielen müssen.”
Memminger Kurier, 04.10.2025, Tom Otto